Kribbeln in den Füssen am Morgen: Wann Sie zum Arzt sollten
Eingeschlafene Füsse kennt jede und jeder. Wenn das Kribbeln aber bleibt, wiederkehrt oder beide Füsse betrifft, lohnt sich ein genauer Blick.

Harmlos oder abklärungsbedürftig?
Kurzes Kribbeln nach langem Sitzen mit übergeschlagenen Beinen ist meist harmlos: Ein Nerv wurde gedrückt und erholt sich in Minuten. Anders ist es, wenn das Gefühl über Wochen wiederkehrt, an beiden Füssen auftritt oder von Taubheit und Brennen begleitet wird.
Gehen Sie zeitnah in die Hausarztpraxis, wenn …
- das Kribbeln länger als zwei bis drei Wochen anhält,
- Sie Diabetes haben oder in Ihrer Familie Diabetes vorkommt,
- Sie unsicherer gehen oder öfter stolpern,
- Sie kleine Verletzungen an den Füssen erst spät bemerken,
- Sie regelmässig Alkohol trinken oder bestimmte Medikamente nehmen.
Was in der Praxis passiert
Meist beginnt die Abklärung mit einem Gespräch und einer einfachen Untersuchung: Vibrationsempfinden mit der Stimmgabel, Berührung mit einem Nylonfaden, Reflexe. Dazu kommen Blutwerte wie Blutzucker, HbA1c und Vitamin B12. Je nach Befund folgt eine Überweisung in die Neurologie.
Bis zum Termin
Schreiben Sie auf, wann das Kribbeln auftritt und was es besser oder schlechter macht. Kontrollieren Sie Ihre Füsse täglich und messen Sie Badewasser mit einem Thermometer.
Quellen & weiterführende Informationen
- Bundesamt für Gesundheit BAG
- Diabetes Schweiz
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinie Polyneuropathien


