Ein Trick für den Abend bei Neuropathie! Erfahren Sie mehr
Kein Wundermittel, aber ein Ritual, das viele als wohltuend empfinden: das lauwarme Fussbad am Abend. Der eigentliche Trick dabei ist nicht das Wasser – sondern das Thermometer.

Der Trick heisst: messen statt fühlen
Bei einer Neuropathie ist das Temperaturempfinden in den Füssen oft vermindert. Wasser, das sich «angenehm warm» anfühlt, kann bereits zu heiss sein. Deshalb ist der wichtigste Handgriff vor jedem Fussbad: ein Badethermometer ins Wasser halten. Für empfindliche Füsse gilt als Richtwert höchstens 37 °C – also etwa Körpertemperatur.
So gehen Sie Schritt für Schritt vor
- Füsse anschauen: Gibt es offene Stellen, Blasen oder Rötungen? Dann heute kein Fussbad.
- Wasser einfüllen und messen: 34–37 °C. Bei Geräten mit Temperaturwahl die niedrigste Stufe wählen.
- Kurz baden: 5–10 Minuten genügen. Längeres Baden weicht die Haut auf und macht sie anfälliger.
- Gründlich abtrocknen: besonders zwischen den Zehen – dort entstehen sonst leicht Pilzinfektionen.
- Eincremen: eine harnstoffhaltige Fusscreme auf Sohle und Ferse, nicht zwischen die Zehen.
- Noch einmal kontrollieren: Ist die Haut gerötet? Dann beim nächsten Mal kühler und kürzer.
Warum viele das Ritual mögen
Ein festes Abendritual kann helfen, zur Ruhe zu kommen. Viele Menschen mit Kribbeln oder Brennen empfinden lauwarmes Wasser und sanfte Bewegung als angenehm. Wissenschaftlich belegt ist eine Wirkung auf die Neuropathie selbst aber nicht – sehen Sie das Fussbad als Wohlfühlmoment, nicht als Therapie.
Welches Fussbad passt?
Wer ein Gerät nutzen möchte, sollte auf eine Temperaturanzeige, einen Timer und eine Abschaltautomatik achten. Das Rio FTBH8 bietet all das; das Rio Deluxe Footspa und das Medisana FS 883 halten eingefülltes Wasser lediglich warm – hier ist das Thermometer Pflicht. Alle drei vergleichen wir auf der Startseite.
Nicht geeignet ist ein Fussbad bei offenen Wunden, Infektionen, akuten Entzündungen, schweren Durchblutungsstörungen oder Venenleiden – fragen Sie im Zweifel vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Quellen & weiterführende Informationen
- Diabetes Schweiz: Fusspflege bei Diabetes
- Schweizerischer Podologen-Verband SPV: Tipps zur Fusspflege
- Internationale Arbeitsgruppe Diabetischer Fuss (IWGDF): Empfehlungen zur Prävention


